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Gospels, Spirituals und eine moderne, lateinische Messe krönen die Zusammenarbeit der Gesangvereine von Waldhausen und Mutlangen Benefiz-Konzert in der katholischen Kirche St. Konrad in Lorch

Die chorische Zusammenarbeit hat seit längerem „Hand und Fuß“ zwischen dem gemischten Chor des Liederkranz Waldhausen und den beiden Chören der Germania Mutlangen. Begründet ist sie darin, dass in beiden Vereinen Gabriele Hermann als Chorleiterin die musikalische Verantwortung trägt. Nach einem gemeinsamen Adventskonzert 2013 in der Martin-Luther-Kirche Waldhausen, dann bei Konzerten in Mutlangen und Lindach bildete nun die Aufführung von „The Gospel Mass“ einen vorläufigen Höhepunkt und Abschluss.
Veranstaltungsort war die katholische Kirche St. Konrad in Lorch, der Erlös des Abends für einen sozialen Zweck bestimmt. Im ersten Programmteil stellten sich die beteiligten Chöre nach einem Grußwort von Pfarrer Grieser mit jeweils eigenen Beiträgen dem sehr aufmerksamen Publikum vor. Der Männerchor aus Mutlangen wählte für seinen Vortrag zwei klassische Liedstücke aus. „Herr, großer Gott“ aus dem deutschen Te Deum und „Lobe den Herrn, meine Seele“ im Satz von C. Stein gelangen mit zurückhaltender Piano-Begleitung in einfühlsamer, behutsamer Gestaltung, die den wichtigen Textpassagen genügend Raum ließ.

Während damit typisch kirchenmusikalisches Liedgut erklang, führte der Frauenchor der Germania das Thema Gospel und Sprituals fort. „Old time religion“ beschrieb im Text die wechselhafte Geschichte Israels zur Zeit Mose. „Siyahamba“ , mehrsprachig gesungen führte in den Süden und bestätigte den meist fröhlichen, lebhaften Charakter des afrikanischen Kirchengesangs. Es war deutlich zu spüren, dass der Frauenchor in der moderneren Chorliteratur einen Schwerpunkt seiner Vortrags- und Probenarbeit sieht und sich stimmlich besonders darauf eingestellt hat.

Der gemischte Chor des Liederkranz eröffnete den Abend mit zwei Spirituals in Originalsprache, die neu für dieses Konzert einstudiert wurden. Dagegen gehören die beiden Chorsätze „Ehre sei dem Vater“ und „Verleih uns Frieden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy schon länger zum Repertoire. Entsprechend sicher und gut intoniert erfolgte deren Darbietung. Anlässlich der Mitgestaltung einer Trauung wurde vor zwei Jahren erstmals das „Halleluja“ von Leonard Cohen einstudiert. Die gestalterisch wichtigen Wechsel von Piano und Forte insbesondere beim Refrain zeugten von der intensiven Auseinandersetzung mit der Ballade. In vielfachen Varianten bekannt, handelt es sich um das Lieblingsstück vieler Fans des erst im vergangenen Jahr verstorbenen Komponisten. Zeitweise verwendete Cohen bis zu 40 verschiedene Textphrasen bei seinen eigenen Aufführungen.

Im Mittelpunkt des Abends stand die in lateinischer Sprache gesungene Gospelmesse des niederländischen, zeitgenössischen Komponisten Jacob de Haan, der mit seinen Blasmusik-kompositionen auch bei Musikvereinen sehr gut bekannt ist. Die sechs Teile der Messe orientieren sich in einzigartiger Weise an der amerikanischen Gospelmusik und den damit verwandten Stilrichtungen wie Blues, Jazz und Swing. In lateinischer Sprache gesungen, werden die Ordinariumsteile der katholischen Messe mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei modern interpretiert. Mit dem Engagement der Begleitcombo – bestehend aus Gerald Plewan (Schlagzeug), Simon Mende (Bass) und Jörg-Sebastian Hoiß (E-Piano) – zeigte sich bereits bei den Proben, dass damit die bestmögliche Gestaltungvariante (anstelle von Blas- oder Orgelmusik) gewählt war, die temperamentvolle Musik und anspruchsvollen Chorgesang zusammen brachte. Die Konzertbesucher waren vom ersten Ton an unmittelbar mit einbezogen, bewegten sich im Rhythmus der Musik, beteiligten sich am Händeklatschen im Sanctus, verfolgten den Text anhand des ausgelegten Programmheftes und konnten nur mit Mühe ihren Beifall bis nach dem Ende des als langsamer Blues erklingenden Agnus Dei zurückhalten. Hochkonzentriert und überzeugend gestalteten die Chöre die Tempowechsel beim Kyrie, die schwierigen Textpassagen im Credo und das leise Benedictus.

Die Freude an der für weltliche Chöre eher ungewohnten Musikart, die vortreffliche angepasste Begleitung durch die Musiker waren dabei durchgehend „mit Händen zu greifen“. Die Zuhörer bestätigten die rundum gelungene Aufführung mit langanhaltendem Applaus und in vielen persönlichen Gesprächen nach dem Veranstaltungsende. Bleibt zu wünschen, dass bei passender Gelegenheit eine Wiederholung der Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgt.
Die Mutlanger orientieren sich ab April neu mit geänderter Chor-leitung, die Waldhäuser Sängerinnen und Sänger beschäftigen sich mit dem Liedgut für einen Auftritt im Herbst und für das geplante Adventskonzert. Dazwischen ist am 06. Mai das Konzert mit „Füenf“, bei dem der Liederkranz als Gastgeber und Organisator auftritt.


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