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In die Welt der Schlager eingetaucht– Soiree des Liederkranz Waldhausen mit besonderen Ehrungen

Schlagermusik der letzten hundert Jahre stand musikalisch im Mittelpunkt der Soiree des Liederkranz Lorch-Waldhausen im Dorfgemeinschaftshaus des Ortes. Gleich mit dem Auftaktlied „Wenn ich vergnügt bin“ von Peter Igelhoff ging es zurück in die Zeit der Revuefilme, der scheinbar leichten, oberflächlichen Musik der 1930-er Jahre. „Ich wollt’ ich wär ein Huhn“ und insbesondere das leicht-frivole „Ich hab’ das Fräul’n Helen baden sehn“ mit der Musik von Fred Raymond erinnerte an die meist humorvolle Musik der „Comedian Harmonists“ und bereitete dem Chor sichtlich – mit kleinen Einlagen versehen – Spass und Freude bei der Interpretation. Es war gut zu spüren, dass von dieser Gruppe auch heute noch eine spezielle Faszination ausgeht – obwohl die Originalbesetzung gerade mal 8 Jahre bestand und alles mit dem Auftrittsverbot für die nichtarischen Mitglieder endete.

Die Schlager der Nachkriegszeit trugen der neugewonnenen Reiselust und Weltoffenheit Rechnung und bescherten deren Interpreten einen entsprechenden Bekanntheitsgrad. „Marina“, ursprünglich von Rocco Granata gesungen (der den Titel zunächst mangels interessierter Plattenfirma selbst produzieren musste), ebenso wie „Cinderella Baby“ aus dem Disney-Film zum Märchen „Aschenputtel“ waren den Veranstaltungsbesuchern gut bekannt. Der Chor interpretierte diese Stücke ebenso wie „Rote Lippen soll man küssen“ schwungvoll und mit gewohnt guter Harmonie und Ausgewogenheit der einzelnen Stimmlagen.

Chorleiterin Gabriele Hermann bereitete die Sängerinnen und Sänger, die vor allem in den Frauenstimmen im zurückliegenden Jahr eine deutliche Verstärkung erfahren haben, wie immer bestens auf diesen Abend vor. Für die Begleitung am E-Piano hatte sie Michael Holder gewinnen können, der an der Musikhochschule Stuttgart mit Schwerpunkt moderne Musik studiert und selbst einen Chor leitet. Die Chormitglieder ihrerseits entschieden sich dem Programm entsprechend gegen die übliche Chorkleidung und ergänzten mit ihrer bunten Kleiderauswahl das Zeitkolorit.


Edeltraud Schurr - Vizepräsidentin des Chorverbandes Friedrich Silcher und langjährige Altistin im Liederkranz konnte im Verlauf des Abends drei Ehrungen vornehmen. Birgit und Dieter Mitrenga erhielten die Ehrung und Silberne Verbandsnadel für 40 Jahre aktive Singetätigkeit. Das Ehepaar nahm immer wieder die Möglichkeit, sich einem weltlichen oder kirchlichen Chor in ihrem jeweiligen Wohnort anzuschließen, bewusst wahr. Über die gemeinsamen Veranstaltungen und Auftritte des Mutlanger und Waldhäuser Gesangvereins lernten sie den gemischten Chor im Remstal kennen. Und als sich „Con Anima“ vor etwa zwei Jahren auflöste, war klar, dass sie Beide in Waldhausen weitersingen werden. Nun verstärken sie in Alt und Bass den Chor und sind längst in der Vereinsge-meinschaft angekommen.

 

Herbert Salzer – oder wie ihn alle nennen – Bert Salzer ist ein „Urgestein“ im Liederkranz Waldhausen. Seine nunmehr 65-jährige Zugehörigkeit zum Verein markiert auch die Stationen in der gesanglichen Vereinsentwicklung. Bei seinem Eintritt 1951 wurde ausschließlich der Männerchorgesang gepflegt. Als 1956/57 hieraus nach heftigsten internen Diskussionen der gemischte Chor entstand, gehörte er zu den Sängern, die diese Entwicklung positiv annahmen. Nach dem Chorfest in Ulm entstand ab 2001 formal wieder ein Männerchor und so fährt Bert Salzer auch zu dessen Proben von Börtlingen-Breech aus in seine alte Heimat. Der jetzige Lorcher Männerchor besteht aus Sängern der drei Gesangvereine Waldhausen, Weitmars und Lorch und kann so die alte Tradition neben den moderneren Chorformen fortsetzen. Für dieses außerordentlich lange Engagement in der Laienmusik erhielt er den Ehrenbrief des Schwäbischen Chorverbandes. Anneliese Welz betonte dass erst die Sängerinnen und Sänger mit ihrer unverwechselbaren Persönlichkeit einen Chor zu dem machen, was er mit seinem Repertoire nach außen darstellt. Sie bedankte sich ihrerseits herzlich bei den drei Jubilaren und wünschte ihnen für die Zukunft weiterhin Freude an ihrer musikalischen Freizeitgestaltung und vor allem eine stabile Gesundheit.
Die Vereinsvorsitzende führte mit passend ausgewählten Zwischentexten, die Hintergründe zur Entstehung der Schlager enthielten, durch das gut einstündige Programm der Soiree.


Mit dem letzten Liedblock ging es zurück in die Gegenwart. Während das durch den hawaiianischen Sänger Israel Kamakawiwo’ole einfühlsam und in einer sehr zarten Version bekannte „What a wonderful world“ neu ins Repertoire aufgenommen und eigens für diese Veranstaltung einstudiert wurde, ist „When I get older“ von Paul McCartney längst mit der Leichtigkeit versehen, die sich erst durch eine gute Festigung im „Chorgedächtnis“ ergibt. Nochmals eine Herausforderung war das ebenfalls neu erlernte „So soll es sein - So soll es bleiben“ von Annette Humpe im Arrangement von Oliver Gies, die dem gut gelungenen Vortrag kaum anzumerken war.

Bleibt dem gut aufgestellten, mit vielfältigem Repertoire von Klassik bis Moderne ausgestatten Waldhäuser Chor nach diesem gelungenen Abend zukünftig nur noch zu wünschen, dass sich dieses Engagement auch in deutlich besseren Besucherzahlen widerspiegelt. Die musikalischen Vorplanungen für das kommende Jahr befinden sich längst in der „heißen Phase“, wobei die nochmalige Aufführung der „GospelMass“ und ein Adventskonzert schon feststehen.


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