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Romantik, Moderne und spezielle Ehrung – Matinee des Liederkranz Waldhausen 1872 e.V. ist musikalisch ein voller Erfolg

Musikalisch-gesanglich topp, Besucher, die sich über einen gelungenen Sonntag freuen – und doch bleibt bei den Verantwortlichen ein kleiner Wermutstropfen ob der hinter den Erwartungen deutlich zurückgebliebenen Besucherzahl. Unter der Leitung von Gabriele Hermann hatte der in sich ausgewogen besetzte, gemischte Chor ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet, mit dem die Sängerinnen und Sänger ihr vielfältiges Liedgut aufzeigten.

Jeder erinnert sich an Smalltalk mit einer Person, die man zwar zu kennen meint, aber deren Namen partout nicht einfallen will. Eine solche „Nette Begegnung“ beschreibt Oliver Gies in seinem humorvollen Stück, das in Aufbau und Stil einen möglichen Gesprächsablauf nach-stellt. Der fröhliche Charakter setzte sich mit „Du passt so gut zu mir“, einer Filmmelodie von 1936 und dem Poptitel „When i get older“ von Paul McCartney fort.

Der in verschiedene thematische Schwerpunkte unterteilte Programmablauf führte nun zurück in die Zeit der Romantik. Dem Chor gelang es mit präzisen Einsätzen und genauer Intonation, die Naturnähe, Bildhaftigkeit und tiefe Gefühlswelt der Musik von Brahms, Mendelssohn-Bartholdy und Schumann fühlbar zu machen. „Waldesnacht“ von Brahms war im Vorfeld neu einstudiert worden und bedurfte daher – im Gegensatz zu allen anderen Stücken aus der Romantik – der unterstützenden Instrumentalbegleitung. Während in „Rosmarin“ der unvermittelte Übergang von der großen, zur verlorenen Liebe herausgearbeitet wurde, zeigte sich bei „Im Walde“ von Mendelssohn-Bartholdy nochmals die Sehnsucht nach Natur und Rückzug aus der hektischen Welt. Edeltraud Schurr konnte in ihrer Eigenschaft als langjähriges Gremiumsmitglied des Chorverbandes Friedrich Silcher eine außerordentliche und seltene Ehrung vornehmen. Eduard Brix, Tenor im gemischten Chor, durfte die Urkunde für 65 Jahre Singen mit dem besonderen Grußwort des Präsidenten des Schwäb. Chorverbandes entgegennehmen. Vielleicht ging es ihm am Anfang „nur“ darum, in der neuen Heimat nach den Kriegswirren Anschluss und Kontakte zu finden. Wer dann 65 Jahre lang dabei bleibt und seinem Verein treu und aktiv verbunden bleibt, dürfte weit mehr gefunden haben: Freundschaften, sich Einbringen in die Gemeinschaft der Chormitglieder, die Übernahme von Vereins-Ehrenämtern und eine anhaltende Freude an der Musik und dem vielfältigen Chorgesang. Mehr als 40 Jahre lang, hatte Eduard Brix verschiedene Vereinsämter und -aufgaben inne.

Das Spektrum reichte vom Vereinsdiener, Schriftführer, Theaterspieler, Festwagenbauer bis zum Fahnenträger. Neben dem gemischten Chor singt er auch weiterhin im Lorcher Männerchor. Zwei Lieder von Friedrich Silcher bildeten den Übergang für die Rückkehr zur zeitgenössischen Musik. „Das Lieben bringt groß’ Freud’“ und „In einem kühlen Grunde“ (Untreue) sind typische Vertreter der häufig als eher einfach bezeichneten Chorsätze Silchers. Dass gerade diese vermeintliche Schlichtheit und Klarheit liebevoll, mit wechselnden Tempi und überlegter Textinterpretation vorgetragen, ihren besonderen Reiz hat, bewiesen die Sängerinnen und Sänger sehr eindrücklich.


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